Was ist der Seed?
Digitale Kryptowährungen wie Bitcoin sind in einer Wallet gespeichert, die den privaten Schlüssel für den Zugang zum eigenen Konto enthält. Der Seed dient als Back-up solch einer Wallet und ermöglicht die Wiederherstellung auf einem anderen Gerät. Bei einer Desktop-Wallet mit einem oder mehreren Konten sind die privaten Schlüssel für die Verwaltung der Konten einzig auf der Festplatte des Eigentümers gespeichert. Der Anwender ist seine eigene Bank und allein für die sichere Verwahrung der Zugangsdaten zuständig. Um das Konto im Falle eines Diebstahls oder Defekts der verwendeten Festplatte wiederherstellen zu können, muss der Benutzer den Seed kennen. Dieser wird in der Regel bei der Einrichtung der Wallet angezeigt.
Wie sieht ein Seed aus?
Häufig handelt es sich bei den generierten Seeds um zehn, zwölf oder mehr Wörter. Dabei kann es sich um englische oder auch sinnfreie Wörter handeln. Die Wörter sollten ausgedruckt oder abgeschrieben werden. Um alle in der Wallet gespeicherten privaten Schlüssel in einer neuen Wallet auf einem anderen Rechner wiederherstellen zu können, muss der Anwender diese Wort-Reihenfolge korrekt eingeben. Für die optimale Sicherheit vor einem Verlust müssen die Eigentümer immer die privaten Schlüssel zu ihren Konten aufschreiben und sicher verwahren. Ein Seed ist meist zu einem bestimmten Programm kompatibel, dessen Weiterentwicklung nicht garantiert ist. Die Verwahrung der privaten Schlüssel hebt diese Abhängigkeit von einem Programm beziehungsweise eines Wallet-Anbieters auf. Gelangt ein Cyberkrimineller in Besitz des Seeds oder privaten Schlüssels, kann dieser Transaktionen ausführen und das Geld stehlen.