Was ist ein Root Server?
Root Server stellen als Root-Nameserver die Wurzel des DNS (Domain Name Service) bereit und dienen der Namensauflösung von Internetadressen. Root Server umfassen die Zone mit Namen und IP-Adressen der Nameserver aller TLDs (Top Level Domains wie .com). Ein Nameserver übersetzt eine IP-Adresse, wie 5.9.57.244, in einen Namen, wie patronus.io. Wenn der Nameserver keine Informationen zur angefragten TLD hat, fragt dieser beim Root Server an. Der Root fragt dann bei den für „.io“ zuständigen Nameservern nach. Die io-Nameserver geben schließlich die richtige IP-Adresse zurück. Zum Einsparen von Zeit und Bandbreite durchläuft der Nameserver diese Anfragekette nicht jedes Mal, sondern speichert die erhaltenen Antworten für eine gewisse Zeit lokal ab. Den Betrieb der Root Server organisiert die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numers).
Wie werden Root Server angegriffen?
In der Vergangenheit kam es mehrfach zu DDoS-Attacken auf die Root Server, der Angriff mit der bisher größten Wirkung fand im Jahr 2002 statt. Dabei blieben die Root Server dank der Firewalls allerdings lauffähig, waren jedoch vorübergehend nur schlecht erreichbar. In den folgenden Jahren kam es zu weiteren DDoS-Attacken.
Welche Nachteile gibt es?
Die ICANN hat ihren Sitz in Kalifornien, Kritiker sehen das direkte Mitspracherecht der US-Regierung als problematisch an. Als Non-Profit-Alternative ist das Open Root Server Network (ORSN) entstanden. Daneben gibt es kommerzielle DNS-Roots.