Was ist ein Proxy?
Ein Proxy (deutsch „Stellvertreter“) agiert in einem Netzwerk als Kommunikationsschnittstelle. Die Schnittstelle empfängt auf der einen Seite Anfragen und leitet diese stellvertretend weiter. Die Verwendung eines Proxy-Servers ermöglicht das Absichern, Beschleunigen oder Verschleiern den Informationsaustausch zwischen Client und Webserver. Diese Funktionalität kann als Software auf dem Rechner oder einem dafür eingerichteten Server installiert sein. Bei der Kommunikation bleiben den beiden Seiten die Adressen jeweils verborgen, die Clients hinter dem Proxy treten nach außen mit der Identität des Proxy-Servers auf und bewegen sich anonym.
Welche Aufgaben erfüllt ein Proxy?
Als Stellvertreter agierend, kontrolliert ein Proxy Daten und Verbindungen, filtert diese und speichert den Inhalt von Websites in seinem Cache. Die Verwendung bietet Schutz der internen Netze und Geräte vor externen Bedrohungen durch Cyberangriffe. Das Caching spart Bandbreite ein und beantwortet regelmäßig wiederkehrende Anfragen mit den im Cache zwischengespeicherten Daten. Je nach Konfiguration kann der Proxy den Datenverkehr filtern, auffällige Anfragen zurückweisen und Inhalte blockieren. Zudem kann dieser die Lastverteilung optimieren und einzelnen Clients eine festgelegte Bandbreite zuweisen.
Welche Unterschiede gibt es?
Je nach Arbeitsrichtung wird zwischen Forwarding und Reverse Proxy unterschieden. Der Forward Proxy nimmt Anfragen der Clients entgegen und übernimmt stellvertretend die Kommunikation nach außen. Der Reverse Proxy nimmt Anfragen aus dem Internet entgegen und leitet die Daten als Stellvertreter an einen Server im Privatnetz weiter. Dabei prüft dieser die Anfragen und filtert bedenkliche aus.